PSV-Ü40-Fußballer beim 5:0 in Rüningen

Erzengel Gabriel kam über Rüningen

Die PSVer hatten nach dem 3:3 aus dem Hinspiel zu Hause gegen Rüningen noch eine Rechnung offen. Mit dieser Ausgangssituation begann das Spiel auch sehr abwartend von beide Seiten: der PSV ließ mit einer – durch Corona – sehr dezimierten Mannschaftsaufstellung zunächst das Spiel ruhig angehen, jedoch hatten die PSVer auch im Abwehrbereich mit dem Winterzugang Franke prominent nachgelegt. Dies zeigte sich in der ersten Halbzeit, in der Rüningen wie in der Hinserie sehr gut das Spiel eröffnete und immer wieder durch schnell über das Mittelfeld vorgetragene Angriffe vor das Tor des PSV kam.

Jedoch stand der PSV mit dem Abwehrblock um Lenz, Bockes und den Aussenverteidigern Troch und Franke in der ersten Halbzeit recht sicher, die Lufthoheit klärte Bockes bei Reingaben der Rüninger, Franke und Troch zeigten sich immer wieder auf Ballhöhe mit ihren Gegenspielern und falls dann doch ein Angriff durchkam seitens der Rüninger, zeigte sich auch Lenz, der Hüne im Tor, auf dem Posten.
Die vereinzelten Angriffe des PSV wurden hierbei in der ersten Halbzeit ebenfalls schon mehrfach brandgefährlich über die Achse Gabriel, Letsch, Casado und dem quirligen Bodenstedt vorgetragen, wobei der allerletzte Zug zum Tor aus Sicht des PSV-Coachs Lorenzen noch vermisst wurde.

Nachdem Lorenzen, der Trainerfuchs, zur Halbzeitpause die Mannschaft noch einmal verbal maximal motivierte, zeigte sich der PSV in der zweiten Halbzeit im Hexenkessel Rüningen (unglaubliche Szenen, z.B. stand eine Passantin schon zu Spielbeginn mit Bier am Spielfeldrand und sprach die Spieler des PSV an, dass sie doch gefälligst erst mal spielen sollten bevor sie in diesen Genuss kämen) von seiner Schokoladenseite. Bockes, der mit leichtem Ziehen in der Adduktorengegend zu Beginn der zweiten Halbzeit rausging, wurde durch den offensivstarken Letsch ersetzt, damit versetzte Lorenzen dem TSV den Todesstoss.

Zunächst war es der schon lange auf ein Erfolgserlebnis wartende Bodenstedt, der nach perfekter Vorarbeit von Gabriel und Letsch, verwandelte, danach startete Letsch mit seinen unwiderstehlichen Läufen durch das Mittelfeld der Rüninger und wuchtete das Spielgerät zum 2:0 und dann darauf zum 3:0 in das Gehäuse der Rüninger. Deren Antworten fielen relativ spärlich aus, so das der giftige Franke auf der rechten Seite kaum mehr Probleme hatte, welches sich insbesondere am Lamentieren seines Gegenspielers zeigte.

Auch auf der linken Seite konnte Troch gefallen, indem er die richtigen Zweikämpfe gewann, und nicht bei jeder Situation etwas flatterhaft den Weg nach vorn suchte. Torhüter Lenz war zu diesem Zeitpunkt kaum gefordert, ein Freistoß strich links am Tor vorbei, der Rest war bei Lenz in sicheren Händen.

Nun kam der Zeitpunkt, in dem Gabriel, der schon im Hinspiel brillierte, zeigen konnte, warum er seitens seines Coaches als Unterschiedsspieler bezeichnet wird. Gabriel nahm nun das Zepter in die Hand, dirigierte traumwandlerisch mit seinen kongenialen Partnern Casado, Bodenstedt, dem immer wieder mal sich nach vorn schleichenden Franke, das Spiel der PSVer. Der TSV wurde von nun an durch direktes Ablegen, einem nahezu durchgängigen OneTouch-Spiel des PSV zerlegt, und hierbei kam der Mittelfeldlenker Gabriel, einem Erzengel gleich, immer wieder vor das Tor der Rüninger und liess es sich, durch einen eleganten platzierten Schuss in das rechte Eck des TSV und danach nochmals mit einem technisch anspruchsvollen halb Aussenrist getroffenen platzierten Schuss wiederum in das rechte Eck des bemitleidenswerten TSV-Keepers, nicht nehmen, dem TSV Rüningen an diesem wunderschönen Abend vollständig den Zahn zu ziehen.

Es war dem Keeper Lenz vorbehalten, einige zaghaft vorgetragene Angriffe des Gastgebers nochmals zu entschärfen bevor dann der Schiedsrichter dieses durchaus lebhafte Spiel zwischen TSV Rüningen und PSV Braunschweig mit dem Endstand 0:5 abpfiff. In dieser Form darf man beim PSV darauf gespannt sein wie der nächste Spieltag gegen Wenden ausfallen wird.